| Als
unsere beiden Kinder noch in die Grundschule gingen und ich mir in
den Mathebüchern die vielen mühseligen
Einmaleinsrechenaufgaben ansah,
die stets darauf abzielten, die einhundert Rechnungen durch
ständige
Wiederholung irgendwann endlich auswendig zu können, dachte
ich mir,
Einmaleinsreim- geschichten wären doch eine unterhaltsamere Möglichkeit, diese vielen Rechnungen schnell auswendig zu lernen und dabei gleichzeitig Lesen zu üben. Aber da diese fast immer auf -ßig, -zig und -zehn enden, sah ich ein, weshalb sich kein Reimeschreiber bislang an das Verfassen solcher Geschichten gewagt hatte und ich daher so etwas für meine Kinder nirgends kaufen konnte. Also gab ich den Gedanken, daß es jemals so etwas geben könnte, zunächst auf! Erst als unsere Kinder die Grundschule bereits fast hinter sich hatten, begann ich, mich mit dem Schreiben und Zeichnen von Kindergeschichten zu beschäftigen. Mich begeisterten nämlich die wunderbaren Zeichnungen von Marcel Marlier aus der Kinderbuchreihe „Martina" von Gilbert Delahaye und der Reihe „Jean-Lou et Sophie", vom Zeichner selbst verfaßt. In dieser Zeit habe ich zwei Kinderbücher gestaltet, die bei mir in der Schublade „schmoren". Eines Tages fielen mir plötzlich drei oder vier Reime einer möglichen Einmaleinsgeschichte ein. Da überlegte ich, ob es vielleicht doch machbar wäre, einhundert davon zu erfinden. Allerdings mußten sie zu zehn sinnvollen, lustigen oder spannenden Handlungsverläufen passen. Trotz vieler vergeblicher Versuche, dies zuwege zu bringen, ließ dieser Gedanke mich nicht mehr los. Ich erfand immer neue kleine Geschichten und versuchte, sie aufs Einmaleins zu reimen. Nach und nach entstanden dann diese zehn Zusammenhänge, die mir als Reime auf die Rechnungen auch gelingen wollten. Ich habe insgesamt etwa sechs Jahre gebraucht, bis ich endlich alle zehn Geschichten beisammen und auch die dazugehörigen Zeichnungen soweit fertig hatte, daß man sie anbieten konnte. Aber um alle einhundert Bilder mit Texten und Übeseiten auf den Bildschirm zu bekommen, mußte ich noch monatelange mühsame Arbeit am Rechner durchstehen, der mir anfangs doch sehr wie ein Buch mit sieben Siegeln vorkam. Nun hoffe ich, daß ich mit diesen zehn Geschichten so manchem Kind den Schulalltag erleichtern und gleichzeitig den verbreiteten Rechen-, Lese- und Rechtschreibschwächen ein wenig vorbeugen kann, wo der Schulerfolg doch so sehr von den Fächern Mathematik und Deutsch abhängt! Zurück zur Einmaleinsseite |